Cloud Native Computing Switzerland Meetup – März 2026 Recap


Am 10. März traf sich die Cloud Native Computing Switzerland Meetup Community erneut im VSHN Tower in Zürich zu einem Nachmittag voller technischer Talks, Diskussionen und Austausch innerhalb der Cloud-Native-Community.
Mit inzwischen 3.000 Mitgliedern gehört die Gruppe zu den aktivsten Cloud-Native-Communities in der Schweiz und bringt regelmässig Platform Engineers, DevOps Engineers, Architektinnen und Architekten sowie Open-Source-Enthusiasten zusammen.
Die März-Ausgabe bot vier Talks rund um Themen wie Kubernetes Security, Plattform-Engineering und MLOps.
Begrüssung und Community Updates

Aarno Aukia und Patrick Mathers – VSHN
Das Meetup begann mit einer kurzen Begrüssung und Community-Updates durch die Organisatoren. Die CNC Switzerland Meetups folgen dabei einigen klaren Prinzipien:
- Alle Vorträge sind technisch und Open-Source-orientiert
- Keine Produkt- oder Sales-Pitches
- Die Talks finden auf Englisch statt
- Speaker aus unterrepräsentierten Gruppen sind ausdrücklich willkommen
Diese Grundsätze sorgen dafür, dass das Meetup eine echte technische Community-Veranstaltung bleibt und keine Marketingplattform wird.
TLS Hot Reload in Kubernetes

Janne Kataja – SIX
Der erste Vortrag widmete sich einer praktischen Herausforderung im Betrieb von Kubernetes-Clustern: TLS-Zertifikatsrotation.
Janne Kataja von SIX erklärte, wie Anwendungen TLS-Zertifikate im laufenden Betrieb neu laden können, ohne dass Pods neu gestartet werden müssen.
In Kubernetes werden Zertifikate häufig in Secrets gespeichert und in Pods gemountet. Wenn ein Zertifikat beispielsweise durch cert-manager erneuert wird, aktualisiert Kubernetes automatisch das gemountete Secret. Anwendungen mit Hot-Reload-Mechanismen können diese Änderungen erkennen und die Zertifikate dynamisch neu laden.
Der Ansatz ermöglicht:
- nahtlose Zertifikatsrotation
- höhere Verfügbarkeit
- den Einsatz kurzlebiger Zertifikate für bessere Sicherheit
Der Vortrag zeigte eindrücklich, wie bereits kleine architektonische Entscheidungen die Stabilität und Betriebssicherheit von Plattformen deutlich verbessern können.
Application-Centric Platforms mit OAM und KubeVela

Raffael Klingler – AXA Schweiz
Der zweite Talk beschäftigte sich mit einem Thema, das in vielen Organisationen aktuell stark an Bedeutung gewinnt: Platform Engineering und Internal Developer Platforms.
Raffael Klingler von AXA stellte das Open Application Model (OAM) vor und zeigte, wie dieser Ansatz den Fokus von Kubernetes-Infrastruktur auf applikationszentrierte Definitionen verschiebt.
Statt komplexe Kubernetes-Manifeste zu schreiben, definieren Entwickler ihre Anwendungen über modulare, wiederverwendbare Bausteine. KubeVela übersetzt diese abstrakten Definitionen anschliessend in konkrete Infrastruktur- und Kubernetes-Ressourcen.
Der Ansatz ermöglicht unter anderem:
- standardisierte Deployment-Patterns
- weniger Kubernetes-Komplexität für Entwickler
- Integration von Cloud-Services und GitOps-Workflows
Gerade im Kontext von Internal Developer Platforms zeigt OAM, wie Kubernetes für Entwicklungsteams zugänglicher und produktiver werden kann.
DevOps für AI: Machine Learning mit Kubeflow in Produktion bringen

Fabrizio Lazzaretti (Wavestone) & Marco Crisafulli (enki)
Künstliche Intelligenz ist aktuell eines der dominierenden Themen in der IT. Dennoch scheitern viele AI-Initiativen daran, Modelle zuverlässig in Produktion zu betreiben.
Fabrizio Lazzaretti und Marco Crisafulli zeigten in ihrem Vortrag, wie MLOps-Praktiken und Kubeflow helfen können, die Lücke zwischen Data Science und produktiven Systemen zu schliessen.
Kubeflow ermöglicht unter anderem:
- reproduzierbare Machine-Learning-Pipelines
- bessere Zusammenarbeit zwischen Teams
- automatisierte Trainings-Workflows
- Integration mit dem CNCF-Ökosystem
Anhand eines durchgängigen Praxisbeispiels zeigten die Speaker, wie Organisationen von experimentellen AI-Projekten zu skalierbaren, produktionsreifen ML-Plattformen gelangen können.
Eine zentrale Erkenntnis des Talks: AI-Systeme brauchen starke DevOps-Grundlagen – oft sogar noch mehr als klassische Software.
Bye-bye Ingress-NGINX – Hello Gateway API

Urs Zurbuchen – Airlock
Der letzte Vortrag beschäftigte sich mit einem wichtigen Wandel im Kubernetes-Netzwerk-Ökosystem.
Urs Zurbuchen von Airlock erklärte, warum das traditionelle Ingress-Modell, das lange Zeit stark vom NGINX Ingress Controller geprägt war, zunehmend an seine Grenzen stösst.
Viele Kubernetes-Nutzer kennen Herausforderungen wie:
- komplexe Konfigurationen
- eine starke Abhängigkeit von Annotationen
- Sicherheitsprobleme bei älteren Implementierungen
Die Gateway API entwickelt sich derzeit zu einem neuen Standard, der diese Einschränkungen adressieren soll.
Der Vortrag zeigte:
- die architektonischen Vorteile der Gateway API
- warum sie als zukünftiger Standard gilt
- mögliche Migrationspfade für bestehende Cluster
Für viele Teilnehmende bot der Vortrag einen hilfreichen Überblick darüber, wohin sich Kubernetes Networking in Zukunft entwickelt.
Networking und Apéro

Nach den Vorträgen blieb Zeit für Diskussionen, Austausch und das traditionelle Meetup-Apéro.
Solche Veranstaltungen zeigen immer wieder, wie stark die Schweizer Cloud-Native-Community ist: Engineers aus unterschiedlichsten Unternehmen teilen ihre Erfahrungen, diskutieren neue Technologien und lernen voneinander.
Talks ansehen
Die Aufzeichnungen der Vorträge werden auf dem VSHN TV YouTube Channel veröffentlicht.
Abonniere den Channel, um benachrichtigt zu werden, sobald die Videos online sind.
Teil der Community werden
Das Cloud Native Computing Switzerland Meetup richtet sich an Entwicklerinnen und Entwickler, Architektinnen und Architekten sowie Engineers, die sich für Cloud-Native-Technologien und Open Source interessieren.
Wenn du selbst ein Projekt vorstellen oder einen Talk halten möchtest, kannst du deinen Vorschlag hier einreichen.
Wir freuen uns darauf, dich beim nächsten Meetup zu sehen.























































