Allgemein Event

Swiss Software Festival Basel 2026 Recap

25. Juni 2026

Das Swiss Software Festival war zurück in Basel am 24.06.2026 – und die zweite Ausgabe hat alles gehalten, was die erste versprochen hat und noch vieles mehr. Rund 650 Personen versammelten sich im uptownBasel in Arlesheim, um über Software, Plattformen und die Kräfte zu sprechen, die unsere Branche gerade grundlegend verändern: AI und Sovereignty. VSHN war wieder als Matterhorn-Sponsor dabei und hat nicht nur teilgenommen, sondern auch das Programm wieder aktiv mitgestaltet.

Ein Festival, das seinen Rhythmus gefunden hat

Die zweite Ausgabe eines Events ist immer ein Lackmustest. Das erste Jahr läuft auf Begeisterung. Das zweite zeigt, ob dahinter wirklich etwas steckt. Das Swiss Software Festival 2026 hat diese Frage klar beantwortet: mehr Teilnehmende, mehr Energie und ein Programm, das sich wirklich durchdacht anfühlt. Im uptownBasel in Arlesheim war vom ersten Moment an Leben. Mit Gesprächen in den Gängen, die bis weit in den Abend hinein andauerten.

Draussen war es ungewöhnlich heiss für einen Juni in Basel. Wer sich abkühlen wollte, wusste, wo er hinmusste: der gemeinsame Stand von VSHN und Red Hat war der erfrischendste Ort im Gebäude. Ein guter Grund, vorbeizuschauen, ins Gespräch zu kommen und herauszufinden, was wir gerade bauen.

Aarno auf der Hauptbühne: digitale Souveränität ist keine Option

VSHN Gründer Aarno Aukia trat in der Plenar-Session auf, um für digitale Souveränität zu plädieren – nicht als Compliance-Pflicht, sondern als echte architektonische Entscheidung, vor der heute jedes Engineering-Team steht. In einer Welt, in der KI-Organisationen in Richtung Bequemlichkeit und Geschwindigkeit zieht, war Aarnos Keynote ein nüchterner Gegenpol: Die Frage, wo deine Plattform läuft, wer sie kontrolliert und ob du ihr vertrauen kannst, ist längst keine rein rechtliche Frage mehr. Sie ist eine Engineering-Frage.

Aarno war ausserdem Teilnehmer einer Panel-Diskussion, in der es noch etwas tiefer ging: um die Spannungsfelder zwischen offenen Ökosystemen und souveräner Infrastruktur. Die Fragen waren pointiert – ein Zeichen dafür, dass das Thema für die meisten Teams im Saal längst nicht mehr abstrakt ist.

Schau dir Aarno’s Keynote an:

Tech Track 2: Platform Engineering unter Druck

VSHN’s Markus Speth leitete Tech Track 2 – Platform Engineering and Software Architecture – gemeinsam mit den Co-Chairs Andreas von ti&m und Florian von Abacus Research. Der Track umfasste zwei vollständige Sessions zu den zwei Kräften, die Platform Engineering gerade in entgegengesetzte Richtungen ziehen: KI und Souveränität.

KI will Geschwindigkeit und Flexibilität. Digitale Souveränität will Kontrolle und Transparenz. Deine Plattform steckt mittendrin.

Die Morgen-Session widmete sich KI-nativen Plattformen: Was bedeutet es, wenn Software sich selbst umschreibt, wenn Agents Zugriff auf Infrastruktur erhalten, und wo wächst die Kompetenzlücke still und leise? Eficode, White Duck, Noser Engineering und Adobe brachten praxisnahe Erfahrungen aus Systemen mit, bei denen KI keine Funktion ist, sondern ein Teil des Fundaments. Beide Sessions schlossen mit offenen Diskussionsrunden, die das Publikum intensiv genutzt hat. An dieser Stelle nochmals ein Dankeschön an alle Teilnehmer und die vielen spannenden Fragen!

Der Nachmittag stellte Souveränität und Offenheit als echte architektonische Entscheidungen in den Mittelpunkt. Den Auftakt machte VSHN’s Tobias Brunner mit einem Talk, den man so schnell nicht vergisst: „Furniture, not lumber: what sausages, furniture and airplanes have to do with digital sovereignty.“ Die Analogie traf genau ins Ziel – eine einprägsame und überraschend präzise Art zu erklären, warum nicht alle Sovereignty-Versprechen gleich viel wert sind, und was es wirklich bedeutet, auf einer Infrastruktur aufzubauen, der man vertrauen kann. Speakers von PHOENIQS, Abacus Research und ti&m ergänzten die Session mit verschiedenen Perspektiven darauf, warum offene Infrastrukturentscheidungen Konsequenzen haben, die weit über Vendor-Lock-in hinausgehen.

Besonders gefreut hat uns der Auftritt von Mohammad Alavi von HIN (Health Info Net) – einem VSHN-Kunden – der im dedizierten Sovereignty Track des Festivals gesprochen hat. Einen Kunden auf der Bühne zu erleben, der über reale Souveränitätsfragen im Schweizer Gesundheitswesen berichtet, war eines der Highlights des Tages und eine Erinnerung daran, dass diese Diskussion für die Organisationen, mit denen wir arbeiten, alles andere als abstrakt ist.

Und das Lego geht an…

Kein VSHN-Messeauftritt ohne Lego-Verlosung. Dieses Mal stand ein Lego Harry Potter Set auf dem Spiel – und gewonnen hat Daniel Haß. Herzlichen Glückwunsch Daniel, viel Spass beim Bauen! 🧱

Bis nächstes Jahr

Das Swiss Software Festival etabliert sich auf dem Schweizer Tech-Kalender. Es will keine riesige Konferenz sein – es will eine gute sein. Mit 650 Teilnehmenden, einem sorgfältig kuratierten Programm, einer wirklich tollen Location und spannenden Gesprächen, gelingt das.

Danke an Swiss Made Software für eine grossartige zweite Ausgabe und an alle, die am Stand vorbeigeschaut, Tech Track 2 besucht oder Aarno und Tobias auf der Bühne erlebt haben.

Wir sehen uns 2027!

Markus Speth

Marketing, Communications, People

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