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Digitale Souveränität made in Switzerland: HIN wird globale Red Hat Success Story

12. Mai 2026

Eine Schweizer Success Story mit globaler Wirkung

Als wir die HIN (Health Info Net) Success Story ursprünglich bei VSHN veröffentlicht haben, wussten wir bereits: Dieses Projekt ist etwas Besonderes.

Nun hat die Geschichte eine globale Bühne erreicht: Red Hat hat die Modernisierung von HIN offiziell als globale Customer Success Story veröffentlicht und hat die Story während des Red Hat Summit 2026 in Atlanta am 11. Mai 2026 angekündigt.

Für uns ist das weit mehr als nur ein weiteres Referenzprojekt. Es ist eine starke Bestätigung dafür, dass souveräne, offene und cloud-native Infrastruktur längst kein Nischenthema mehr ist – sondern zu einer strategischen Anforderung für kritische Branchen wie das Gesundheitswesen wird.

Und es zeigt auch etwas Wichtiges: Die Schweiz diskutiert digitale Souveränität nicht mehr nur theoretisch. Sie baut sie aktiv auf.

Warum HIN (Health Info Net) wichtig ist

HIN ist eine der wichtigsten digitalen Gesundheitsplattformen der Schweiz.

Mehr als 50.000 Gesundheitsfachpersonen nutzen HIN-Dienste und über 90 % der relevanten Akteure des Schweizer Gesundheitswesens sind über die Plattform verbunden. Sichere Kommunikation, digitale Identitäten und Vertrauen stehen im Zentrum des Schweizer Gesundheitsökosystems und HIN spielt dabei eine zentrale Rolle.

Damit ist HIN weit mehr als eine normale IT-Plattform. Sie ist Teil der kritischen digitalen Infrastruktur der Schweiz.

Die Modernisierung einer solchen Plattform bedeutet deshalb nicht einfach nur ein Technologie-Upgrade. Es geht um Resilienz, Sicherheit, operative Flexibilität, langfristige Unabhängigkeit und Vertrauen.

Von Legacy-Infrastruktur zu einer souveränen Cloud-Native-Plattform

Wie viele etablierte Organisationen stand auch HIN vor der Herausforderung, eine bewährte und hochvertrauenswürdige Plattform weiterzuentwickeln und gleichzeitig auf zukünftige Anforderungen vorzubereiten.

Das Ziel war nicht Veränderung um der Veränderung willen. Ziel war es, ein modernes Betriebsmodell aufzubauen, das Flexibilität, Automatisierung, Skalierbarkeit und Sicherheit erhöht – ohne Kompromisse bei Stabilität und Zuverlässigkeit.

Gemeinsam mit Red Hat und VSHN modernisierte HIN seine Plattform auf Basis von Red Hat OpenShift und cloud-nativen Technologien.

Das Ergebnis:

  • Eine flexiblere und skalierbarere Plattformarchitektur
  • Mehr Automatisierung und operative Effizienz
  • Stärkere Sicherheitssegmentierung und Zero-Trust-Prinzipien
  • Höhere Portabilität und langfristige Unabhängigkeit
  • Eine moderne Grundlage für zukünftige Gesundheitsservices

Ein besonders wichtiger Aspekt war dabei die Vermeidung unnötiger Vendor-Lock-ins.

Digitale Souveränität bedeutet nicht Isolation. Sie bedeutet, die strategische Kontrolle über kritische Infrastruktur, Daten, Betrieb und zukünftige Entscheidungen zu behalten. Offene Standards, Kubernetes und Open Source sind dabei zentrale Bausteine.

Sicherheit und Souveränität gehören zusammen

Gesundheitsplattformen gehören zu den anspruchsvollsten Umgebungen überhaupt, wenn es um Sicherheit und Compliance geht.

Die HIN-Plattform setzt deshalb konsequent auf Defense-in-Depth- und Zero-Trust-Konzepte – unter anderem mit Netzwerk-Mikrosegmentierung, klarer Segmentierung von Workloads und modernen Authentifizierungsmechanismen.

Das ist ein wichtiger Punkt, der in Souveränitätsdiskussionen oft vergessen geht:
Offene Infrastruktur und digitale Souveränität stehen nicht im Widerspruch zu Sicherheit – sie können Sicherheit sogar deutlich stärken.

Cloud-native Architekturen ermöglichen hochautomatisierte, resiliente und observierbare Systeme und gleichzeitig eine starke Kontrolle darüber, wo und wie Workloads betrieben werden.

Anerkennung über die Schweiz hinaus

Dieses Projekt hat inzwischen auf mehreren Ebenen Anerkennung erhalten.

Bereits Anfang des Jahres erhielt VSHN für den gemeinsamen Erfolg mit HIN den Red Hat Partner Award 2025 für Platform Modernization.

Nun hat Red Hat die Geschichte zusätzlich mit einer offiziellen globalen Success Story hervorgehoben – angekündigt während des Red Hat Summit 2026 in Atlanta.

Für uns geht es bei dieser Anerkennung nicht nur um VSHN. Sie zeigt vor allem die wachsende Bedeutung souveräner digitaler Infrastruktur in Europa und der Schweiz.

Und sie zeigt, dass Open Source, Kubernetes und cloud-native Betriebsmodelle längst keine rein technischen Themen mehr sind. Sie werden zunehmend zu strategischen Grundlagen für kritische Branchen und öffentliches Vertrauen.

Ein Blueprint für souveräne digitale Infrastruktur

Wir glauben, dass die HIN-Story für mehr steht als nur für ein einzelnes Modernisierungsprojekt.

Organisationen in ganz Europa hinterfragen derzeit:

  • Abhängigkeiten von Hyperscalern
  • operative Resilienz
  • Datenhoheit
  • Risiken in der Lieferkette
  • langfristige Plattformstrategien
  • Anforderungen an digitale Souveränität

Im Gesundheitswesen werden diese Herausforderungen besonders greifbar.

HIN zeigt, dass moderne souveräne Infrastruktur heute bereits möglich ist – mit Open Source, starken Ökosystem-Partnerschaften und cloud-nativen Betriebsmodellen.

Und vielleicht am wichtigsten: Digitale Souveränität kann praktisch, operationalisiert und produktiv betrieben werden.

Nicht als Zukunftsvision. Sondern als Infrastruktur, die heute bereits läuft.

Solche Projekte entstehen nicht allein durch Technologie. Ein grosses Dankeschön an das gesamte HIN-Team für die hervorragende Zusammenarbeit und das Vertrauen und an alle VSHNeers, die dieses Projekt mit unglaublich viel Engagement möglich gemacht haben.

Mehr erfahren

👉 Red Hat Success Story

👉 VSHN HIN Success Story

👉 Red Hat Partner Award Ankündigung

Markus Speth

Marketing, Communications, People

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