Allgemein Sovereignty

VSHN ist Gründungsmitglied des Zentrums SDS – Souveräne Digitale Schweiz

29. Apr. 2026

Am 28. April 2026 ist das Zentrum SDS – Souveräne Digitale Schweiz offiziell gestartet und wir bei VSHN freuen uns sehr, Teil der Gründungsmitglieder zu sein.

Gemeinsam mit 30 weiteren Organisationen aus Verwaltung, Wirtschaft und Forschung setzen wir ein klares Zeichen: Die digitale Souveränität der Schweiz ist kein abstraktes Konzept mehr, sondern wird aktiv gestaltet. Mit dabei sind unter anderem Institutionen wie das Kommando Cyber, der Kanton Solothurn, das Amt für Informatik und Organisation des Kantons Bern, das Statistische Amt des Kantons Basel-Stadt, Organisation und Informatik (OIZ) der Stadt Zürich, die Stiftung Switch sowie zahlreiche führende Schweizer IT-Unternehmen.

Die Ankündigung kann auch bei netzwoche nachgelesen werden.

Warum das Zentrum SDS wichtig ist

Digitale Souveränität bedeutet, die Kontrolle über Daten, Technologien und digitale Infrastrukturen zu behalten – und bewusst zu entscheiden, welche Abhängigkeiten man eingeht. Genau hier setzt das Zentrum SDS an: Es bringt zentrale Akteure zusammen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, Standards zu definieren und konkrete Alternativen voranzutreiben.

In den kommenden Monaten arbeiten die Mitglieder in vier zentralen Bereichen zusammen:

  • Finanzierung und Beschaffung von Open Source Technologien
  • Souveräne Workplace-Lösungen wie openDesk
  • Schweizer Cloud-Angebote
  • Open Source basierte KI-Plattformen

Initiiert wurde das Zentrum vom Institut Public Sector Transformation der Berner Fachhochschule. Durch die Beiträge der Mitglieder kann die Zusammenarbeit strukturiert aufgebaut und langfristig weiterentwickelt werden.

Open Source als Schlüssel zur Souveränität

Ein zentraler Baustein ist der Einsatz von Open Source Technologien. Sie ermöglichen Transparenz, Kontrolle und Unabhängigkeit – genau die Eigenschaften, die für eine souveräne digitale Infrastruktur entscheidend sind.

Dass dieses Thema auch international an Bedeutung gewinnt, zeigt die enge Zusammenarbeit mit Deutschland. So besteht ein Austausch mit dem Zentrum für Digitale Souveränität der Öffentlichen Verwaltung (ZenDis), das unter anderem an der Entwicklung von openDesk beteiligt ist.

Ein Highlight in diesem Kontext ist die TRANSFORM-Konferenz 2026 am 5. Mai 2026 in Bern. Dort wird Dirk Schrödter aufzeigen, wie Open Source konkret zur digitalen Souveränität beiträgt. Ergänzt wird das Programm durch internationale Perspektiven zu Digital Public Goods sowie Einblicke in die Rolle des Staates bei der digitalen Infrastruktur.

Servala – Sovereign App Store als cloud-agnostischer Marktplatz

Mit Servala treiben wir bei VSHN genau diesen Gedanken weiter: Servala verbindet als cloud-agnostischer Marktplatz Anbieter, Partner und Unternehmen und macht souveräne, standardisierte Services einfach konsumierbar. Statt sich frühzeitig an einzelne Cloud-Anbieter zu binden, ermöglicht Servala echte Wahlfreiheit – basierend auf offenen Standards und interoperablen Services.

Gerade im Kontext des Zentrums SDS sehen wir hier grosses Potenzial: Ein gemeinsames Ökosystem, in dem Services über verschiedene Anbieter hinweg verfügbar sind, stärkt nicht nur die Souveränität, sondern auch Innovation und Zusammenarbeit im gesamten Markt.

Unsere Perspektive bei VSHN

Für uns ist die Teilnahme am Zentrum SDS ein konsequenter Schritt. Seit Jahren setzen wir auf Open Source, offene Standards und kollaborative Ökosysteme – sei es im Betrieb von Kubernetes-Plattformen, beim Aufbau von Plattformen wie APPUiO oder mit Initiativen wie Servala.

Digitale Souveränität entsteht nicht durch Isolation, sondern durch Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Genau das ermöglicht das Zentrum SDS: ein gemeinsames Fundament, auf dem Innovation, Sicherheit und Unabhängigkeit gleichermassen wachsen können.

Siehe hierzu auch: EUR 180 Millionen für Sovereign Cloud: Was die erste souveränitätsbewertete Ausschreibung der EU für Schweizer Organisationen bedeutet.

Wir freuen uns darauf, diesen Weg aktiv mitzugestalten.

Markus Speth

Marketing, Communications, People

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